Empfindliche Haut

Empfindliche Haut ist gekennzeichnet durch eine erhöhte Neigung, auf Umwelteinflüsse zu reagieren. Diese erhöhte Störanfälligkeit kann sich in ganz unterschiedlichen Symptomen auf ganz unterschiedliche Reize hin äußern. Hitzepickelchen sind ebenso ein Zeichen empfindlicher Haut wie Rötung und Brennen im Gesicht nach Anwendung von Reinigungs- und Pflegeprodukten.

Hautirritationen im Sommer

So schön der Sommer ist, für unsere Haut stellt er eine Belastung dar. Die UV-Strahlen der Sonne können an der Haut große Schäden anrichten. Akut äußert sich das in einem Sonnenbrand, schlimmer noch sind die nicht wieder gut zu machen Langzeitwirkungen: Schäden an den Kollagenfasern und deshalb beschleunigte Hautalterung durch UV-A-Strahlen sowie Schäden an der Erbsubstanz der Hautzellen und deshalb erhöhtes Hautkrebsrisiko durch UV-B-Strahlen! Und denken Sie daran: UV-Strahlen kommen nicht nur von oben. Sand und Meer wirken nämlich wie riesige Spiegel und werfen die Sonnenstrahlen zurück!

Vorsicht: Auch Hitze kann der Haut sehr zusetzen. Die Haut kann austrocknen, schuppen und jucken. Deshalb sollte im Sommer nicht nur der Sonnenschutz für Sie ein Thema sein – auch eine Hautpflege, die vor Feuchtigkeitsverlust schützt, ist wichtig, um mit heiler Haut durch den Sommer zu kommen.

Hautirritationen im Winter

Trockene Heizungsluft und dann raus in die Kälte – für unsere Haut sind diese Wechselbäder im Winter eine starke Zumutung. Die Haut verliert Feuchtigkeit, wird spröde und empfindlich, kann sich sogar entzünden. Die direkt der Kälte bzw. Heizungsluft ausgesetzten Körperpartien sind besonders gefährdet, aber auch unter der dicken Winterkleidung kann die Haut leicht austrocknen.

Deshalb braucht die Haut im Winter einen intensiven Schutz vor Feuchtigkeitsverlust. Am besten geeignet sind natürliche Pflegeprodukte auf der Basis pflanzlicher Fette, die gut in die Haut eindringen und die Fettbarriere der Haut nachhaltig verbessern können. Besonders empfehlenswert sind Hautpflegeprodukte, die die Haut noch darüber hinaus – etwa durch eine anti-entzündliche Wirkung – schützen.

Eine besondere Herausforderung für unsere Haut ist der Winterurlaub. Da der Körper bei kalten Temperaturen die Durchblutung und die Talgproduktion herunterfährt, ist die Haut im Winter gegenüber Umwelteinflüssen besonders anfällig. Und davon gibt es im Winterurlaub mehr als genug: Kälte, Wind, UV-Strahlung – und das alles in hohen Dosen! Hätten Sie das gedacht: Während einer Skiabfahrt kann die Temperatur auf der Hautoberfläche des Gesichts auf minus 50 Grad absinken! Hinzu kommt die intensive UV-Strahlung in großen Höhen. Intensiver Schutz für Haut und Lippen sind deshalb ein Muss.

Juckreiz

Wie unangenehm Juckreiz ist, weiß jeder aus eigener Erfahrung. Zwar ist Juckreiz in aller Regel harmlos, er kann aber zur Qual werden und böse Folgen haben. Menschen mit Neurodermitis zum Beispiel leiden phasenweise ständig unter Juckreiz, so dass der Impuls, sich zu kratzen, kaum zu beherrschen ist. Die Folge: aufgekratzte Haut, Austrocknung, Entzündungen und dadurch Freisetzung von Substanzen, die den Juckreiz noch weiter verschärfen. Ein Teufelskreis!

Eigentlich ist Juckreiz – ähnlich wie Schmerz – ein Warnsymptom, das den Körper darüber informieren soll, dass an der Hautoberfläche etwas nicht stimmt. So juckt es, wenn sich Bakterien breit machen oder wenn die Haut Feuchtigkeit verliert. Juckreiz kann aber auch durch interne Störungen – zum Beispiel eine überschießende Abwehrreaktion des Immunsystems bei allergischen Erkrankungen – zustande kommen. Dabei werden verschiedene Substanzen wie Histamin freigesetzt, die den Juckreiz provozieren.

Schrunden

Eine Schrunde oder Rhagade ist ein spaltförmiger Einriss der Haut, der durch alle Schichten der Epidermis bis in die obere Lederhaut reicht. Schrunden kommen vor allem an Lippen und Mundwinkeln sowie an den Fußsohlen und zwischen den Zehen vor. Ursache ist eine Überdehnung der betroffenen Hautstelle bei herabgesetzter Elastizität, weshalb trockene Haut für Schrunden besonders anfällig ist. Eine Schrunde heilt in der Regel ohne Narbe ab. Gefährlich werden können Schrunden für Diabetiker, wenn sie wegen einer diabetesbedingten Wahrnehmungsstörung unbemerkt bleiben und sich ausweiten bzw. entzünden.

Sonnenbrand

Haben Sie das gewusst? Die Haut vergisst nichts. Sie merkt sich jeden Sonnenbrand, ja schlimmer noch, es muss gar nicht erst bis zum Sonnenbrand kommen, um Langzeitschäden an der Haut hervorzurufen. Einmal eingetretene Schäden sind nicht wieder gut zu machen, sie summieren sich im Laufe des Lebens.

Was genau kann passieren? Die ultraviolette Strahlung der Sonne – und zwar speziell die besonders energiereiche UV-B-Strahlung – kann die Erbsubstanz der Hautzellen schädigen. Deshalb steigt bei übermäßigem Sonnenkonsum die Gefahr, an Hautkrebs zu erkranken. Und die UV-A-Strahlen, die bis in die Lederhaut vordringen, greifen die Kollagenfasern der Haut an und beschleunigen die Hautalterung um ein Vielfaches.

Die akuten Schäden, die UV-Strahlen anrichten können, sehen und spüren wir unmittelbar nach unkontrolliertem Sonnenbaden als Sonnenbrand: Rötung und Schwellung, Jucken und Schmerzen. Ursächlich für diese Symptome ist eine Entzündung der Haut. Bei schweren Fällen von Sonnenbrand löst sich die Haut blasig ab, was einer Verbrennung zweiten Grades entspricht!

Vorsicht: Immer noch gehen viele Menschen viel zu sorglos mit der Sonnenstrahlung um. Braun zu sein, gilt als so attraktiv, dass alle Warnungen ignoriert werden. Das gilt im Übrigen auch für das Benutzen von Sonnenbänken.

Trockene Haut

Trockene Haut (Xerodermie) hat zu wenig Feuchtigkeit, was in vielen Fällen auf eine verminderte Produktion von Talgfett zurück zu führen ist. Die Lipide (Fette) des Talgs verhindern nämlich, dass die Haut Wasser an die Umgebung verliert. Trockene Haut kann eine genetische Veranlagung sein, aber auch Umwelteinflüsse wie Hitze oder Kälte können die Haut austrocknen. Besonders gefährdet sind Menschen mit geschädigter Haut wie zum Beispiel Neurodermitiker.

Trockene Haut sieht glanzlos aus, fühlt sich rau bis schuppig an und neigt zu Juckreiz. Durch den Flüssigkeitsmangel verliert die Haut an Elastizität, was ein Spannungsgefühl erzeugt. Außerdem ist trockene Haut anfälliger gegenüber Umwelteinflüssen und kann sich leichter entzünden.

Durch eine geeignete Hautpflege kann man den Feuchtigkeitsmangel der Haut ausgleichen. Besonders zu empfehlen sind Pflegeprodukte, die die verminderte Talgproduktion durch Zufuhr hochwertiger Fette ausgleichen und so die Hautbarriere für Wasser verbessern. Dazu sind in erster Linie pflanzliche Fette in der Lage. Pflegeprodukte, die zusätzlich Urea (Harnstoff) – den natürlichen Feuchthaltefaktor der Haut – enthalten, bieten der Haut einen doppelten Schutz.

UV-Strahlen

Die Sonne schickt ganz unterschiedliche elektromagnetische Strahlen zur Erde: Lichtstrahlen und Wärmestrahlen einerseits, andererseits aber auch Strahlen, die wir weder sehen noch spüren können. Das sind die energiereichen ultravioletten Strahlen (UV-Strahlen), wobei man UV-A-Strahlen und die noch energiereicheren UV-B-Strahlen unterscheidet.

UV-Strahlen in höheren Dosen, wie sie etwa in der Mittagszeit oder beim Sonnenbaden erreicht werden, sind schädlich für die Haut. Akut kann ein Sonnenbrand entstehen – hierfür sind vor allem die UV-B-Strahlen verantwortlich. Schlimmer noch sind die Langzeitschäden: beschleunigte Hautalterung und erhöhtes Hautkrebsrisiko. Die genetischen Schäden, die langfristig zu Hautkrebs führen können, gehen ebenfalls auf das Konto der UV-B-Strahlen. Für die beschleunigte Hautalterung dagegen sind primär UV-A-Strahlen verantwortlich, die bis zur Lederhaut dringen und dort die Kollagenfasern zerstören.

Vorsicht: UV-B-Strahlen können die Erbsubstanz der Haut schädigen und so langfristig Hautkrebs hervorrufen, ohne dass es akut zu einer sichtbaren Hautrötung kommt!