Akne

Die für Akne typischen Pickel, Pusteln und Mitesser entstehen durch die Verstopfung und Entzündung von Talgdrüsen infolge einer Überproduktion von Talg. Hinzu kommt eine Verhornungsstörung am Talgdrüsen – Ausführgang, so dass der überschüssige Talg nicht richtig abfließen kann. In erster Linie wird Akne durch hormonelle Schwankungen verursacht, wobei vor allem männliche Hormone eine Rolle spielen. Deshalb hat Akne in der Pubertät ihre "Blütezeit".

Akne ist zwar meist harmlos, kann aber für die Betroffenen eine enorme seelische Belastung darstellen. Eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung der Akne spielen Hautreinigung und Hautpflege. Zur medizinischen Behandlung von schweren Akneformen, die aber vergleichsweise selten sind, kommen verschiedene Wirkstoffe wie zum Beispiel Vitamin-A-Säure und Östrogene zum Einsatz. Ziele der Behandlung sind die Beseitigung von Verhornungen an den Ausführgängen, die Verhinderung bakterieller Besiedelung und die Normalisierung hormoneller Regulationsmechanismen.

Vorsicht: Die Verwendung falscher Pflegeprodukte sowie das Ausdrücken von Mitessern und Pickeln kann eine Akne verschlimmern. Deshalb sollten sich Betroffene immer professionell beraten lassen.

Allergie

Eine Allergie ist eine überschießende Abwehrreaktion: Das Immunsystem geht mit scharfem Geschütz auf harmlose Stoffe wie Pollen, Tierhaare oder Erdnüsse los. Es kommt zu einer massiven Ausschüttung von Substanzen wie Histamin, die – bevorzugt an Haut und Schleimhäuten – eine Entzündung provozieren.

In den letzten Jahrzehnten haben Allergien sehr stark zugenommen, was mit der zunehmenden Belastung unserer Umwelt und der Konfrontation unseres Organismus mit immer neuen Soffen zusammen hängen dürfte. Speziell auch das kaum noch zu überblickende Angebot an Kosmetika und Hautpflegeprodukten birgt Risiken in sich: Manche Inhaltsstoffe können allergische Reaktionen hervorrufen. Deshalb ist es wichtig auf zusatzstoffarme Pflegeprodukte zu achten und Inhaltsstoffe genau abzuwägen.

Eine allergische Reaktion kann zu ganz unterschiedlichen Symptomen führen, und sie kann unterschiedlich heftig – von mild bis lebensbedrohlich – verlaufen. Häufige Allergien sind Heuschnupfen und Asthma sowie allergische Reaktionen der Haut.

Hat eine Sensibilisierung mit einer bestimmten Substanz stattgefunden, wird bei dem Betroffenen in Zukunft jeder erneute Kontakt mit diesem Allergen eine allergische Reaktion hervorrufen. Dabei unterscheidet man Reaktionen vom Sofort-Typ, die innerhalb von Sekunden bzw. Minuten einsetzen können, und Reaktionen von Spät-Typ, die erst viele Stunden, eventuell sogar Tage nach Allergenkontakt einsetzen. Auch kann es zu chronischen allergischen Beschwerden kommen wie bei der Neurodermitis.

Allergische Hautreaktion

Allergische Reaktionen spielen sich sehr häufig an der Haut ab und führen zu Symptomen wie Rötung, Juckreiz und Bläschenbildung. In aller Regel kommt es zu einer Entzündungsreaktion der Haut, die ausgelöst wird durch ein fehlgeleitetes Immunsystem, das auf normalerweise harmlose Stoffe (Allergene) überreagiert. Dabei werden in großen Mengen Stoffe wie Histamin ausgeschüttet, die eine Entzündung provozieren.

Beim allergischen Kontaktekzem – etwa auf Nickel oder Inhaltsstoffe von Kosmetika – kommt die Haut direkt in Berührung mit dem Allergen. Das muss aber nicht sein – die Allergene, die eine Reaktion an der Haut hervorrufen, können auch über die Nahrung aufgenommen werden. So führen Milchprodukte bei vielen Neurodermitikern zu einer Verschlimmerung der Hauterkrankung.

Dermatitis

Dermatitis ist der Oberbegriff für entzündliche Hauterkrankungen. Eine Entzündung der Haut kann ganz verschiedene Ursachen haben: Es können allergische Reaktionen zugrunde liegen wie bei der Neurodermitis. Oder es kann zu einer nicht allergischen Hautreaktion nach Berührung mit giftigen Substanzen kommen. Und auch Bestrahlung – etwa im Rahmen einer Krebstherapie – kann zu Entzündungsreaktionen an der Haut führen.

In jedem Fall wird begleitend zur ärztlichen Behandlung eine hochwertige Hautpflege empfohlen, um die geschädigte Haut optimal zu versorgen, die Entzündung zurück zu bilden und die Regeneration der Haut zu fördern.

Hauterkrankungen

Die Haut als Grenzorgan zwischen Körper und Umwelt ist vielfältigen Einflüssen von innen und außen ausgesetzt und infolgedessen besonders störanfällig. Für kein anderes Organ sind so zahlreiche krankhafte Veränderungen bekannt wie für die Haut.

Hautrötungen, Ausschläge, offene Wunden – all dies sind krankhafte Veränderungen der Haut. Sie sind entweder lokal begrenzt oder breiten sich über den ganzen Körper aus, sie können jucken, brennen oder schmerzen. Hauterkrankungen können akut auftreten und nach einer Therapie wieder verschwinden, oder sie können chronisch sein. Als Ursache kommen allergische Reaktionen, Infektionen oder auch Stress in Frage, bei chronischen Hauterkrankungen scheint der Hintergrund oft sehr komplex zu sein.

Hauterkrankungen müssen in jedem Fall vom Arzt gezielt behandelt werden. Begleitend ist eine hochwertige Hautpflege wichtig, um die geschädigte Haut optimal zu versorgen und bei der Regeneration zu unterstützen. Da geschädigte Haut leicht Wasser verliert, sollten der Haut pflanzliche Lipide (Fette) zugeführt werden, die nachweislich in der Lage sind, die Barrierefunktion der Haut zu verbessern. Bei der Auswahl des Pflegeprodukts ist außerdem darauf zu achten, dass keine Reizstoffe enthalten sind. Von Hautärzten empfohlen werden natürliche Pflegeprodukte ohne Paraffine und ohne Zusatzstoffe wie Konservierungs- oder Parfumstoffe.

Hautprobleme bei Diabetes

Haben Sie das gewusst? Der Diabetes mellitus, im Volksmund Zuckerkrankheit genannt, kann richtig an die Nieren gehen – und auch an die Haut. Die erhöhten Zuckerkonzentrationen richten im Körper an vielen Organen großen Schaden an.

Die Blutgefäße setzen sich durch Ablagerungen zu, weshalb die Durchblutung schlechter wird. Und auch die Nerven werden angegriffen, weshalb viele Diabetiker an Empfindungsstörungen leiden. Die Folge: Die Haut ist wegen der schlechteren Durchblutung leichter verletzlich, und wegen der verringerten Wahrnehmung bleiben Verletzungen oft unentdeckt, können sich ausweiten und entzünden. Außerdem ist die Wundheilung beim Diabetes gestört.

Vor allem die Haut der vielbelasteten Füße ist gefährdet. Die meisten Fußamputationen gehen auf das Konto von offenen diabetischen Fußgeschwüren, die ihren Ausgang oft in einer Miniverletzung haben und dann irgendwann nicht mehr in den Griff zu bekommen sind.

Die gute Nachricht: Durch eine regelmäßige Inspektion der Füße und eine regelmäßige medizinische Hautpflege können sich Diabetiker wirkungsvoll schützen. Wichtig ist, die Füße geschmeidig zu halten und so Verletzungen vorzubeugen. Ideal sind Pflegeprodukte mit zusätzlich anti-entzündlichen Eigenschaften.

Hautreaktionen bei Chemotherapie

Während einer Chemotherapie – einer Krebstherapie mit so genannten Zytostatika – kann es zu Nebenwirkungen an der Haut kommen: Die Haut kann sich röten, austrocknen, sich schuppen oder schälen, wobei diese Hautreaktionen oft mit Juckreiz verbunden sind. Auch Ausschläge oder Akne können die Folge einer Chemotherapie sein. Außerdem heilen Wunden unter dem Einfluss von Zytostatika schlechter ab.

Wegen dieser Nebenwirkungen braucht die Haut während einer Chemotherapie eine intensive Pflege, die einer Austrocknung durch Zufuhr hochwertiger Lipide (Fette) entgegenwirkt und die Regeneration der Haut unterstützt. Bei der Auswahl der Pflegeprodukte ist darauf zu achten, dass sie frei sind von Stoffen, die die Haut zusätzlich reizen könnten.

Kontaktekzem

Ein Kontaktekzem ist eine entzündliche Hautreaktion nach Berührung mit einer Reizsubstanz. Es kommt zu einer starken Hautrötung mit Bläschenbildung und Juckreiz.

Die Entzündungsreaktion der Haut kann auf einer Allergie gegenüber der berührten Substanz – also auf einer überschießenden Abwehrreaktion des Immunsystems – beruhen. Dann spricht man von einem allergischen Kontaktekzem. Es gibt aber auch Stoffe, die die Haut ganz unmittelbar angreifen und Entzündungsreaktionen auslösen können. Ein Beispiel sind nicht allergische Kontaktekzeme durch Haarfärbemittel bei Friseuren.

Neurodermitis

Die Neurodermitis – auch atopisches Ekzem genannt – ist eine chronische, in Schüben verlaufende Hautkrankheit, die mit einer erhöhten Neigung zu allergischen Reaktionen verbunden ist. Typisch sind rote, schuppende Ekzeme und starker Juckreiz. Die Haut der Patienten ist extrem trocken und sehr leicht zu irritieren. Verschiedenste Faktoren – z.B. Schweiß, Kleidungsstoffe, Nahrungsmittel, Stress – können eine Hautreaktion hervorrufen. Der starke Juckreiz führt dazu, dass die Patienten ihre Haut aufkratzen, wodurch der Krankheitsprozess immer weiter aufgeheizt wird. Die psychische Belastung der Patienten, die sich in diesem Teufelskreis gefangen fühlen, kann enorm sein.

Die Ursache der Neurodermitis ist nicht vollständig geklärt, komplexe genetische Defekte scheinen eine Rolle zu spielen. In den letzten Jahrzehnten hat die Häufigkeit dieser Hauterkrankung stark zugenommen, was möglicherweise mit der zunehmenden Umweltbelastung zusammenhängt. Die Neurodermitis bricht meist vor dem fünften Lebensjahr aus, wobei die Symptome oft mit dem Älterwerden nachlassen oder bis zum Erwachsenenalter ganz verschwinden.

Die Behandlung besteht vor allem in der äußerlichen Anwendung von entzündungshemmenden Wirkstoffen aus der Apotheke. Ganz entscheidend ist außerdem die konsequente Behandlung der Hauttrockenheit. Hautpflegeprodukte, die der Haut hochwertige pflanzliche Lipide (Fette) zuführen, leisten einen wichtigen Beitrag, indem sie den Wasserhaushalt der geschädigten Haut zu stabilisieren.

Pseudoallergie

Die Beschwerden einer Pseudoallergie ähneln einer echten Lebensmittelallergie und können sich in juckende Quaddeln, Hautausschlägen, Juckreiz an Haut und Schleimhäuten, Schnupfen, asthmatische Atembeschwerden, Magen-Darm-Beschwerden bis hin zu schweren Herz-Kreislaufkomplikationen äußern. Die häufigsten Auslöser von Pseudoallergien sind neben Medikamenten häufig Lebensmittelzusatzsstoffe, wie zum Beispiel Farbstoffe, Konservierungsstoffe, Antioxidanzien sowie Natriumglutamat (Geschmacksverstärker) und künstliche Süßstoffe.

"Pseudoallergie" bedeutet keineswegs, dass Betroffene sich ihr Leiden nur einbilden. Im Gegenteil: Die Pseudoallergie ist von einer „echten“ Allergie kaum zu unterscheiden und verursacht die gleichen Beschwerden. Der Unterschied: Anders als bei "echten" Allergien bildet das Blut keine Antikörper. Der Pseudoallergie kann man deshalb nicht durch eine Blut- oder Hautanalyse diagnostizieren. Deshalb sollte unbedingt ein Facharzt für Allergolgie und eine entsprechend ausgebildete Ernährungsfachkraft zu Rate gezogen werden, damit die Diagnose in Form einer pseudoallergiearmen Diät sachgerecht durchgeführt werden kann. Die wichtigste Maßnahme einer Therapie lautet zunächst Verzicht auf mögliche Auslöser von Lebensmittelinhaltsstoffen.

Schuppenflechte

Die Schuppenflechte oder Psoriasis ist eine Autoimmunkrankheit, bei der das fehlgeleitete Immunsystem körpereigene Zellen angreift, und zwar die Keratinozyten der Haut. Die Haut entzündet sich daraufhin, und die – Hornsubstanz produzierenden – Keratinozyten vermehren sich stark. Es entstehen verhornte schuppige Stellen, bevorzugt an Ellenbogen und Knien sowie auf der Kopfhaut unter den Haaren. Oft sind die Hauterscheinungen mit starkem Juckreiz verbunden. Stress führt meist zu einer Verschlechterung des Krankheitsbildes.

Eine Heilung der Psoriasis ist derzeit nicht möglich. Bei schweren Verläufen kommen Medikamente zum Einsatz, die das überschießende Hautwachstum bzw. das Immunsystem bremsen sollen. Außerdem werden die befallenen Hautpartien mit Salbenverbänden versorgt, die als Wirkstoffe Salicylsäure, Harnstoff oder Vitamin-A-ähnliche Substanzen enthalten. Auch mit einer Lichttherapie lassen sich die Beschwerden fast immer bessern. Unterstützt wird die Behandlung in jedem Fall durch eine intensive Hautpflege, die auch in krankheitsfreien Intervallen fortgeführt werden soll.

Sensibilisierung

Am Beginn einer allergischen Erkrankung steht die Sensibilisierung. Dabei wird das Immunsystem "scharf" gemacht gegenüber einem normalerweise völlig harmlosen Stoff aus unserer Umwelt, z. B. gegenüber Pflanzenpollen, Nickel oder Erdnüssen. Das Immunsystem bildet Antikörper, die wie Schlüssel und Schloss genau auf diesen einen Umweltstoff passen und ihn aus dem Verkehr ziehen.

Kommt der sensibilisierte Mensch später erneut in Kontakt mit diesem – als Allergen bezeichneten – Stoff, erinnert sich sein Immunsystem und mobilisiert die spezifischen Antikörper. Daraufhin wird eine Kettenreaktion ausgelöst, bei der in großen Mengen Entzündungsstoffen wie Histamin freigesetzt werden. Die Folge: allergische Symptome wie Heuschnupfen, Asthma oder Hautreaktionen.

Urtikaria

Als Urtikaria oder Nesselsucht bezeichnet man ein Reaktionsmuster der Haut, das durch so genannte Quaddeln charakterisiert ist. Der Nesselausschlag beginnt mit mückenstichartigen Erhebungen, die rasch größer werden und anschwellen. Die Quaddeln jucken meist sehr stark – ähnlich wie nach Berührung mit Brennesseln, was diesem Ausschlag seinen Namen gegeben hat. Zur Quaddelbildung kommt es, weil sich die Durchlässigkeit der Blutgefäße in der Haut erhöht und Wasser in die Lederhaut eingelagert wird. Nach einigen Tagen ist der "Spuk" meist wieder vorbei.

Ein Nesselausschlag kann durch verschiedenste innere und äußere Reize hervorgerufen werden. So gibt es Menschen, die auf Sonneneinstrahlung oder Kälte mit Quaddelbildung reagieren. Medikamente und Nahrungsmittelzusätze können einen Nesselausschlag provozieren, und auch Stress kann die Ursache sein.